Saturday, 23 August 2008

REM auf Loreley am Rhein 20.08.2008

R.E.M.
Loreley, Rhein
20.08.2008

Setlist:

1) Living Well Is The Best Revenge
2) These Days
3) What's The Frequency Kenneth
4) Drive
5) Man Sized Wreath
6) Driver 8
7) Ignoreland
8) Hollow Man
9) Fall On Me
10) Electrolite
11) (Don't Go Back To) Rockville
12) The Great Beyond
13) Walk Unafraid
14) Begin The Begin
15) Country Feedback
16) The One I Love
17) I've Been High
18) Let Me In
19) Horse To Water
20) Bad Day
21) Orange Crush
22) Imitation of life
Encore
23) Supernatural Superserious
24) Losing My Religion
25) 7 Chinese Bros.
26) I'm Gonna DJ
27) Man On The Moon

Erst einmal war ich positiv überrascht, dass REM sich die Loreley ausgesucht haben, um ein Konzert zu geben. Der Rheingau ist mehr oder weniger wo ich aufgewachsen bin und ich habe mich sehr gefreut, dass meine absolute Lieblingsband hier spielen will. Und natürlich ist die Loreley eines der schönsten Amphitheaters das ich kenne, hoch über dem Rhein gelegen. Ich war das letzte Mal in 1996 auf der Loreley als INXS zum letzten Mal live gespielt haben.

REM wissen wirklich, wie sie ihre Fans mit aussergewöhnlichen Orten beeindrucken. Wie schon damals in 2003 Wiesbaden auf dem Bowlinggreen, was auch ein wunderbares Konzert war.

Also hier meine Eindrücke vom Konzert:

Ich war eines der glücklichen Fanclub-bändchen Besitzers und bin so gegen 14:00 Uhr am Gelände angekommen. Als ich ankam, waren schon ca. 8-10 Leute in der speziellen „Fanclub-Queue“. Wir wurden kurz darauf gebeten, uns auf die Stufen zu setzen und damit war natürlich die Reihenfolge, in der wir kamen, durcheinander. Also warteten wir ca. 2 Stunden, dann um 17:00 Uhr sahen wir Regni, den Haupt-Security-Guru und er hat angeordnet ein paar Leute schon beim speziellen Tor reinzulassen. Angeblich gibt es eine speziellen Bonus für ein paar Fanclub Mitglieder. Es durften erst nur 50 Leute rein, bei denen ich auch war, aber leider war meine Freundin gerade auf Toilette und konnte somit nicht mit. Ich hatte Glück, denn mein Ticket war ja noch im Box office, das aber erst um 18:00Uhr aufgemacht hätte, da ich aber das Bändchen hatte, haben sie mich ohne Probleme reingelassen. Wir wurden in eine spezielle abgetrennte Fanclub-Sektion geführt, die direkt vor der Bühne war. Also die Bühne war nur ca. 7 Stufen von uns entfernt. Danach durften noch 20 Leute mit Bändchen rein, es war also genügend Platz wo wir standen ohne jegliches Gedränge.

Dann endlich nach langer Wartezeit, die nicht zu enden schien, kam die Vorgruppe Elbow aus Manchester auf die Bühne. Ich kannte nur so 1-2 Lieder, aber irgendwie haben sie mich nicht mitgerissen. Das Publikum wohl auch nicht, denn der Sänger hat immer wieder versucht, die Leute zu motivieren, hat es aber leider, nach meiner Meinung, nicht geschafft. Schade.

Dann endlich, um 21:05: REM kommen auf die Bühne. Michael hatte sofort, seine Bühnenpräsenz und hatte das Publikum im Griff. Sie fingen an mit Living Well’s the Best Revenge, eins der Songs von dem neuen Album Accelerate. Der Sound vorne war nicht ideal, da Michael’s Stimme nicht richtig zur Geltung kam. Trotzdem waren sie fantastisch und mir kommt nur in den Sinn: REM rocks! Meine Lieblingsmomente in diesem Konzert sind zahlreich, aber ich versuche, sie hier aufzuzählen:

1. These Days – vom Album Life’s Rich Pageant 1986 – immer noch ein Klassiker.

2. Driver 8 - ein Lied von 1984 das Michael mit „ca. 1983“ beschreibt.

3. The One I love – wo Michael sich zum ersten Mal in die Menge begibt, und zwar nicht in die Fanclubabtrennung, sondern in die 1. Reihe hinter der Fanclubabtrennung. Die Leute sind begeistert.

4. Michael erzählt, wie er von Backstage runter auf den Rhein geschaut hat und er findet es war „one of the most beautiful sights I’ve ever seen“, dann spielen sie The Great Beyond (das er als eins seiner Lieblingssongs beschreibt) inklusive der Zeile „All the sights that I have seen“.

5. Jemand schreit: „Peter, we love you“, worauf Peter ganz schüchtern lächelt und Michael antwortet“ „We love you too, Peter!“. Man merkt, wie auch nach 26 Jahren die Band noch die dicksten Freunde sind. Ungewohnlich in der heutigen Zeit.
(Peter trinkt auf diesem Konzert statt Rotwein übrigens etwas das wie Weissherbst aussieht.) ;-)

6. Sie beenden das Hauptset mit Bad Day, worauf Michael wie altbewährt, seine Mundharmonika in die Runde schmeisst. Diesmal bekommt sie der „Thank-you“ Man der damals schon in Wiesbaden berühmt wurde. Gut gemacht!

Encore:

7. 7 Chinese Brothers – vom Reckoning Album – 1984. Wunderschön!

8. Zweitgitarist Scott will was ins Mikrofon sagen, und Michael gibt ihm das Hauptmikro mit den Worten, „I insist, this is so cool“. Darauf singt Scott die erste Strophe des Loreley-Lieds in perfektem Deutsch – sehr beeindruckend. Und die Menge schunkelt mit! Ein spezieller Moment.

9. Dann leider schon der Abschluss-Song Man on the Moon, worauf Michael wieder mal die Treppe runterkommt und ganz nah an uns vorbeigeht. Ich bin immer nur ein paar cm weg von ihm, und schaffe es nicht, seine Hand zu berühren. Trotzdem schaue ich in seine tiefblauen Augen und bin hin und weg.

10. Zum Schluss, als sie sich verbeugen, flüstert Peter den anderen ins Ohr uns alle 3 kommen noch mal runter um uns in den vorderen Reihen persönlich die Hand zu schütteln. Dann platziert Peter einen seiner Dinosaurier auf Michael’s Kopf und beide haben viel Spass dabei. Wieder habe ich Michael’s Hand um ca. 5 cm verpasst, habe aber Peter die Hand geben können.

Unglaublich für Megastars, die unzählige Platten verkauft haben, aber immer noch so „down-to earth“ sind und sich persönlich bei den Fans bedanken. Sowas gibt’s nur bei den 3 aussergewöhnlichen Jungs aus Athens, Georgia! ;-)

1 comment:

elena said...

REM haben sich leider gerade aufgelöst: http://www.newsgrape.com/a/rem-loesen-sich-nach-31-jahren-und-15-alben-auf/
...
traurig aber wahr.